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Gehalt Hebamme 2026: Brutto und Netto

Als Hebamme verdienst du 2026 im Median 45.000 € brutto pro Jahr. Die Spanne reicht von 40.000 € bis 52.000 €, je nach Region, Erfahrung und Arbeitgeber. Bei einem tarifgebundenen Arbeitgeber wie dem öffentlichen Dienst gelten die TVöD-P (Pflege) / AVR Diakonie-Sätze, siehe Tabelle unten.

Recherchiert und geprüft von Dennis Stahlhut
Hintergrund in Personal und Wirtschaft · Tarifwerte quellenbasiert · Zuletzt geprüft 22.05.2026
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Im öffentlichen Dienst: Tarifgehalt nach TVöD-P (Pflege) / AVR Diakonie

Eingruppierung: P8 (Standard, Stufe 2 Einstieg) bis P11 (ab 2025 neue Eingruppierung). Stand: 01.05.2026 - TVöD-P mit P8 ab Stufe 2 / P11 neue Eingruppierung (Stand 2025), AVR Diakonie EG 8 etwa 4.118 €

Diese Tarifwerte gelten bei tarifgebundenen Arbeitgebern, vor allem im öffentlichen Dienst. Viele Stellen in der Privatwirtschaft unterliegen keinem Tarifvertrag. Dort wird das Gehalt frei verhandelt und kann nach oben oder unten abweichen.

Erfahrungsstufe Brutto / Monat
P8 Stufe 2 (Einstieg) 3.400 €
P8 Stufe 6 (15+ Jahre) 4.300 €
P11 Stufe 1 (neue Eingruppierung) 4.174 €
AVR EG 8 (Diakonie) 4.119 €
Zusätzliche Zulagen
  • +142 €/Monat Pflegezulage (Im TVöD-P alle P5-P16)
  • +105 €/Monat Schichtzulage (Bei regelmäßiger Wechselschicht)

Was macht ein Hebamme?

Hebammen begleiten Frauen vor, während und nach der Geburt. Tätigkeitsfelder: Krankenhaus-Kreißsaal, Geburtshaus, freiberufliche Tätigkeit (Vorsorge, Geburt, Wochenbett, Stillberatung, Rückbildung). In Deutschland etwa 25.000 angestellte und freiberufliche Hebammen, mit massivem Personalmangel in Kreißsälen.

Ausbildung und Vorbereitung

Seit 2020 nur noch akademische Ausbildung: Bachelor Hebammenwissenschaft (B.Sc., 6-8 Semester) an dualen Hochschulen. Davor: dreijährige schulische Ausbildung an Hebammenschulen. Abschluss als staatlich anerkannte Hebamme/Entbindungspfleger.

Karriere und Aufstieg

Häufige Fragen

Wie viel verdient eine Hebamme 2026? +
Im TVöD-P P8 ab Stufe 2 (Einstieg im Krankenhaus): etwa 3.400 € brutto/Monat. Senior: 4.300 €. Mit der neuen P11-Eingruppierung (ab 2025): 4.174 €. Bei AVR Diakonie EG 8: etwa 4.119 €. Plus Pflegezulage 141,82 € und Schichtzulagen. Im Schnitt 4.000-4.100 € brutto/Monat.
Was verdient eine freiberufliche Hebamme? +
Stark variabel: 3.000-6.000 €+/Monat brutto, je nach Auslastung. Aber: hohe Berufshaftpflicht-Versicherung (6.000-10.000 €/Jahr) und schwankende Auftragslage. Spezialisierungen wie Stillberatung, Akupunktur oder Rückbildungskurse erhöhen die Einnahmen deutlich.
Muss ich für Hebamme studieren? +
Seit 2020 ja. Hebammenausbildung wurde komplett akademisiert: Bachelor Hebammenwissenschaft (B.Sc.) an einer dualen Hochschule. Dauer 6-8 Semester. Wer die alte Ausbildung vor 2020 begonnen hat, kann diese noch abschließen.
Warum ist der Beruf so unter Druck? +
Drei Gründe: (1) Massiver Personalmangel in Kreißsälen führt zu Überlastung und Schichtarbeit. (2) Freiberufliche Hebammen kämpfen mit hohen Haftpflicht-Versicherungs-Kosten (bis 10.000 €/Jahr). (3) Niedrige Krankenkassen-Vergütungen für Geburtshilfe. Die neue P11-Eingruppierung soll die Situation für angestellte Hebammen verbessern.
Was bekomme ich netto als Hebamme? +
Aus 4.000 € brutto (TVöD-P) bleiben in Steuerklasse 1, ohne Kirche, etwa 2.610 € netto. Aus 4.500 € (Senior mit Zulagen) etwa 2.900 €. Mit Schichtzulagen und steuerfreien Nachtarbeitszuschlägen oft 200-500 € mehr/Monat faktisch verfügbar.
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Quellen
Stand: Mai 2026 · Geprüft von Dennis Stahlhut
Hinweis: Tarif-Werte Stand 01.05.2026. Reale Gehälter variieren nach Bundesland, Träger (öffentlich vs. privat vs. kirchlich), Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen. Diese Seite ist Information, keine Berufs- oder Karriereberatung.