Rechne dein Brutto in Netto um. Mit Steuerklassen, Sozialabgaben, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Stand 2026.
Bei einem Bruttogehalt von 50.000 € im Jahr bleiben in Steuerklasse I etwa 32.500 € netto. Das sind 65 Prozent. Bei 80.000 € sinkt der Netto-Anteil auf 60 Prozent, bei 120.000 € auf 55 Prozent. Wer mehr verdient, zahlt prozentual mehr Steuern. Das nennt man progressiver Tarif.
Außer Lohnsteuer ziehen Krankenversicherung (etwa 8 %), Rente (etwa 9 %), Pflege (etwa 2 %) und Arbeitslosenversicherung (etwa 1,3 %) ab. Insgesamt sind das gut 20 Prozent Sozialabgaben. Plus Soli (nur Top-Verdiener) und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Bei verheirateten Paaren mit unterschiedlichem Einkommen lohnt sich oft Steuerklasse III/V. Der Hauptverdiener (Klasse III) zahlt weniger Lohnsteuer im Monat. Der Geringverdiener (Klasse V) zahlt mehr. Am Ende des Jahres gleicht sich das aus.
Wer ein Familieneinkommen von 90.000 € hat (60k + 30k), spart in III/V monatlich etwa 200 € Lohnsteuer im Vergleich zu IV/IV. Das verschafft Liquidität. Die echte Steuer ist gleich, weil das Finanzamt am Jahresende abrechnet.
Single in Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer, 60.000 € Brutto: Lohnsteuer 11.700 €, Soli 0 €, Sozialabgaben 12.000 €. Netto bleiben 36.300 € im Jahr, also 3.025 € im Monat.
Mit Kirchensteuer (8 % der Lohnsteuer in Bayern und BW, 9 % in den anderen) sinkt das Netto um etwa 950 € pro Jahr. Wer aus der Kirche austritt, hat ab dem Folgemonat das Geld auf dem Konto.