Berechne deinen ETF-Sparplan ehrlich. Mit ETF-Kosten (TER), Kapitalertragsteuer, Teilfreistellung und Inflation, damit du siehst, was wirklich übrig bleibt.
Bei 300 € Sparrate pro Monat über 25 Jahre und 7 Prozent Bruttorendite hast du 245.300 € Endkapital. Eingezahlt hast du 90.000 €. Der Zinseszins macht also 155.300 € aus. Das sind fast doppelt so viel wie deine eigenen Einzahlungen.
Wer 30 Jahre statt 25 spart, kommt auf 365.000 €. Das sind 120.000 € mehr nur durch 5 zusätzliche Jahre. Wer mit 25 statt 35 anfängt, hat am Ende oft das Doppelte auf dem Konto.
Die TER (Total Expense Ratio) ist die Jahresgebühr deines ETF. Günstige MSCI-World-ETFs liegen bei 0,07 bis 0,2 Prozent. Themen-ETFs oder aktive Fonds bei 0,5 bis 1,5 Prozent.
Was klingt wie wenig, kostet bei 25 Jahren Laufzeit viel. Beispiel: 300 € pro Monat, 7 Prozent Rendite. Bei 0,1 Prozent TER bekommst du 240.000 €. Bei 1 Prozent TER nur 198.000 €. Du verlierst 42.000 € allein durch höhere ETF-Kosten.
Beim Verkauf zahlst du 25 Prozent Kapitalertragsteuer auf den Gewinn, plus 5,5 Prozent Soli. Zusammen sind das etwa 26,4 Prozent. Aktien-ETFs haben aber die Teilfreistellung: nur 70 Prozent des Gewinns werden besteuert. Effektiv etwa 18,5 Prozent.
Plus: jedes Jahr fällt die Vorabpauschale an. Eine kleine Steuer auf den Wertzuwachs, eingeführt 2018. Bei thesaurierenden ETFs wichtig, sonst würde die Steuer erst beim Verkauf fällig. Die Beträge sind klein, oft 50 bis 200 € pro Jahr bei mittlerem Vermögen.