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Gehalt Friseur 2026: Brutto und Netto

Als Friseur verdienst du 2026 im Median 29.000 € brutto pro Jahr. Die Spanne reicht von 24.000 € bis 34.000 €, je nach Region, Erfahrung und Arbeitgeber. Bei einem tarifgebundenen Arbeitgeber wie dem öffentlichen Dienst gelten die Friseurhandwerk-Tarifvertrag (regional unterschiedlich, NRW als Beispiel)-Sätze, siehe Tabelle unten.

Recherchiert und geprüft von Dennis Stahlhut
Hintergrund in Personal und Wirtschaft · Tarifwerte quellenbasiert · Zuletzt geprüft 22.05.2026
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Im öffentlichen Dienst: Tarifgehalt nach Friseurhandwerk-Tarifvertrag (regional unterschiedlich, NRW als Beispiel)

Eingruppierung: Vergütungsgruppe 1-4 (nach Berufsjahren und Position). Stand: 01.01.2026 - Tarifvertrag Friseurhandwerk NRW ab 01.01.2026. Stundenlöhne 14,60-17,54 €, hochgerechnet auf 169 Stunden/Monat

Diese Tarifwerte gelten bei tarifgebundenen Arbeitgebern, vor allem im öffentlichen Dienst. Viele Stellen in der Privatwirtschaft unterliegen keinem Tarifvertrag. Dort wird das Gehalt frei verhandelt und kann nach oben oder unten abweichen.

Erfahrungsstufe Brutto / Monat
Gruppe 1 (Einstieg) 2.469 €
Gruppe 2 (nach 2 Jahren) 2.576 €
Gruppe 3 (nach 5 Jahren, mit Verantwortung) 2.735 €
Gruppe 4 (Senior, Erstkraft) 2.966 €

Was macht ein Friseur?

Friseure waschen, schneiden, färben und stylen Haare. Plus Beratung, Maniküre/Pediküre, Make-up und Verkauf von Pflegeprodukten. In Deutschland arbeiten etwa 250.000 Menschen im Friseurhandwerk, davon viele Selbstständige oder Teilzeitkräfte. Der Beruf hat traditionell niedrige Tariflöhne, aber Trinkgeld kann das Einkommen um 10-30 % erhöhen.

Ausbildung und Vorbereitung

Dreijährige duale Ausbildung im Salon und Berufsschule. Abschluss als Friseur (m/w/d) mit Gesellenprüfung. Ausbildungsvergütung tariflich (NRW): 1. Jahr 730 €, 3. Jahr etwa 800 € brutto. In hochpreisigen Salons oft besser.

Karriere und Aufstieg

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Friseur 2026? +
NRW Tarif ab 01.01.2026: Stundenlohn 14,60 € (Einstieg) bis 17,54 € (Erstkraft). Bei 169 Stunden/Monat (39h-Woche): etwa 2.469 € (Einstieg) bis 2.966 € (Erstkraft) brutto. Median bundesweit (ohne Trinkgeld): 1.881 € brutto/Monat. Trinkgeld erhöht das Einkommen um 10-30 %.
Warum verdienen Friseure so wenig? +
Drei Gründe: (1) Hoher Wettbewerb mit niedrigen Preisen im Massenmarkt. (2) Niedrige Tarif-Bindung im Friseurhandwerk (nur ~30 % der Salons tarifgebunden). (3) Niedrige Hürde zur Selbstständigkeit drückt die Preise. Premium-Salons und Spezialisierungen (Coloristik, Brautstyling) bieten deutlich bessere Verdienste.
Lohnt sich die Selbstständigkeit als Friseur? +
Voraussetzung: Friseur-Meister oder anderer entsprechender Nachweis. Eigene Salon: hohe Anfangsinvestition (15.000-50.000 €), aber später deutlich mehr Verdienst möglich (3.000-6.000 € Reingewinn/Monat). Mobile Friseurin: niedrigere Investition, aber begrenzte Kundenzahl pro Tag.
Wird Trinkgeld versteuert? +
In Deutschland sind Trinkgelder für Arbeitnehmer steuerfrei, wenn sie freiwillig und ohne rechtlichen Anspruch gezahlt werden (§ 3 Nr. 51 EStG). Bei Selbstständigen sind Trinkgelder dagegen Teil des steuerpflichtigen Umsatzes.
Was bekomme ich netto als Friseurin? +
Aus 2.500 € brutto bleiben in Steuerklasse 1, ohne Kirche, etwa 1.770 € netto. Aus 2.000 € (häufiger in der Praxis) etwa 1.450 €. Bei Teilzeit deutlich weniger. Plus Trinkgeld (steuerfrei) etwa 200-500 €/Monat in Premium-Salons.
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Quellen
Stand: Mai 2026 · Geprüft von Dennis Stahlhut
Hinweis: Tarif-Werte Stand 01.01.2026. Reale Gehälter variieren nach Bundesland, Träger (öffentlich vs. privat vs. kirchlich), Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen. Diese Seite ist Information, keine Berufs- oder Karriereberatung.