Berechne die Rendite deiner Geldanlage. Pro Jahr umgerechnet (CAGR) und nach Inflation als echte Rendite.
Wenn du eine Anlage prüfst, achte auf die Differenz zwischen Bruttorendite und Nettorendite. Die Bruttorendite ist das, was deine Anlage angeblich abwirft. Die Nettorendite ist das, was nach Kosten, Steuern und Inflation übrig bleibt. Oft ist die Nettorendite nur die Hälfte der Bruttorendite.
Beispiel: ein ETF mit 7 Prozent Bruttorendite. Davon gehen ab: 0,2 Prozent TER (laufende Kosten), etwa 1,3 Prozent Steuer beim Verkauf (Kapitalertragsteuer minus Teilfreistellung), und 2 Prozent Inflation. Echte Nettorendite: 3,5 Prozent. Klingt weniger spektakulär, ist aber realistisch.
Du sparst 200 Euro pro Monat über 25 Jahre. Bei 7 Prozent Bruttorendite hättest du am Ende rechnerisch 162.000 Euro. Nach Steuer und Kosten sind es etwa 132.000 Euro. Nach Inflation, also in heutiger Kaufkraft: etwa 80.000 Euro. Eingezahlt hast du 60.000 Euro. Gewinn in heutiger Kaufkraft: 20.000 Euro.
Tagesgeld mit 2 Prozent Zinsen über 25 Jahre macht aus 200 Euro pro Monat etwa 78.000 Euro. Vor Inflation. Aktien-ETFs erreichen historisch das doppelte bis dreifache. Risiko: ETF-Preise schwanken. In schlechten Jahren kann dein Depot 30 oder 40 Prozent fallen. Auf 25 Jahre gesehen ist das aber ausgeglichen.