Typische Stromverbräuche im Haushalt
Ein 2-Personen-Haushalt in einer Mietwohnung verbraucht typischerweise 2.000 bis 2.500 kWh pro Jahr, ein 4-Personen-Haushalt mit Garten und großem Haushalt 3.500 bis 5.000 kWh. Wer mit Strom heizt oder eine Wärmepumpe hat: deutlich mehr (oft 6.000 bis 12.000 kWh).
Größte Stromfresser: Wärmepumpe oder Nachtspeicher-Heizung (3.000-8.000 kWh/Jahr), elektrischer Durchlauferhitzer (1.500-3.000 kWh), alte Kühlgeräte vor 2010 (300-500 kWh), Wäschetrockner (300 kWh), Aquarium oder Pool-Pumpe (500-1.500 kWh).
Wo lässt sich am meisten sparen?
Stand-by abschalten: Wer alle Fernseher, Konsolen, Set-Top-Boxen, PC und Drucker vom Strom trennt, spart 50-150 € pro Jahr. Lösung: Steckdosenleisten mit Schalter oder smarte Steckdosen.
Alte Kühlgeräte tauschen: Ein 20 Jahre alter Kühlschrank mit 500 kWh/Jahr verbraucht das Doppelte bis Dreifache eines neuen Modells (150-200 kWh). Bei 35 ct/kWh ist die Energie-Ersparnis 100 € pro Jahr, der Tausch lohnt sich nach 5-7 Jahren.
LED statt Halogen oder Glühbirne: Bei 5 Stunden Beleuchtung pro Tag und 6 Lampen reduziert der Umstieg von 60-W-Glühbirnen auf 8-W-LED den Verbrauch von 657 kWh auf 88 kWh pro Jahr (= 200 € Ersparnis bei 35 ct/kWh).
Strompreis 2026 in Deutschland
Der Bundesdurchschnitt liegt 2026 bei rund 35 ct/kWh inklusive Steuern und Abgaben. Grundversorgungstarife sind oft teurer (38-42 ct), Wechseltarife günstiger (28-32 ct). Wärmepumpentarife: 26-32 ct. Nachtstrom mit separatem Zähler: oft 20-25 ct, aber kombiniert mit höherem Tagespreis.
Wer regelmäßig den Anbieter wechselt (alle 1-2 Jahre), kann 200-400 € im Jahr sparen. Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 sind dafür der einfachste Weg, lassen sich aber teilweise per Provision finanzieren (auf seriöse Tarife achten).