Was zu den Nebenkosten zählt
Mit Nebenkosten meinen wir alle laufenden Kosten einer Wohnung neben der Kaltmiete: Heizung, Warmwasser, Strom, Wasser/Abwasser, Müllabfuhr, Hausreinigung, Hausmeister, Versicherungen, Grundsteuer. Bei einer Mietwohnung trägst du die Betriebskosten. Welche genau, regelt § 2 BetrKV.
Faustregel: rechne in Deutschland 2,50 bis 3,50 Euro pro Quadratmeter und Monat als Warmnebenkosten. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung kostet also 200 bis 280 Euro im Monat zusätzlich zur Kaltmiete. In gut gedämmten Neubauten weniger, in alten Bauten mit Ölheizung mehr.
Heizkosten machen den größten Teil aus
Heizkosten und Warmwasser sind oft die größten Posten, etwa 40 bis 50 Prozent der Nebenkosten. Bei Gas-Heizung 2026 etwa 1,30 Euro pro Quadratmeter und Monat. Bei Öl 1,50 Euro. Bei Fernwärme 1,40 Euro. Wärmepumpe oder gut gedämmte Häuser kommen mit 0,80 Euro pro Quadratmeter und Monat aus.
Nebenkostenabrechnung prüfen lohnt sich
Jede Nebenkostenabrechnung muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Abrechnungsperiode kommen. Sie muss nachvollziehbar sein. Du hast das Recht, alle Belege einzusehen. Etwa 60 Prozent aller Abrechnungen enthalten Fehler, oft zu Lasten des Mieters. Eine Prüfung beim Mieterverein kostet 70 bis 100 Euro im Jahr und holt im Schnitt 100 bis 300 Euro pro Abrechnung zurück.