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Urlaubsanspruch-Rechner

Mindest-Urlaub nach BUrlG plus Extra-Tage für Schwerbehinderte, Jugendliche und neue Jobs.

§ 3 BUrlG
5 Tage
1 Tage6 Tage
Tage
Steht in deinem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag. 0 heißt: nur das Gesetz nutzen.
Schritt 01 / 03
Urlaubsanspruch dieses Jahr
30 Tage
§ 5 Abs. 2 BUrlG · gerundet
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Schwerbeh.-Bonus
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Mindestens 24 Werktage gesetzlich

Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) garantiert dir mindestens 24 Werktage Urlaub pro Jahr. Werktage zählen alle Tage außer Sonntage. Bei einer 6-Tage-Woche sind das 24 Tage. Bei einer 5-Tage-Woche werden die Werktage umgerechnet auf 20 Arbeitstage.

In den meisten Tarifverträgen und Arbeitsverträgen steht ein höherer Anspruch: oft 25 bis 30 Arbeitstage bei 5-Tage-Woche. Schau in deinen Vertrag, dort findest du den genauen Anspruch.

Beispielrechnung Teilzeit mit 3 Arbeitstagen

Anna arbeitet 3 Tage pro Woche. Ihre Firma gibt Vollzeit-Mitarbeitern (5 Tage) 30 Urlaubstage. Annas Anspruch: 30 mal 3 geteilt durch 5, also 18 Urlaubstage pro Jahr. Wichtig: die Tage zählen für ihre Arbeitstage, nicht für Werktage.

Resturlaub muss bis 31. März genommen werden

Urlaub, den du nicht im laufenden Jahr nimmst, kannst du oft bis zum 31. März des Folgejahres übertragen. Danach verfällt er, wenn dein Arbeitgeber dich rechtzeitig auf das Verfallen hingewiesen hat. Seit dem BAG-Urteil 2019 muss der Arbeitgeber dich aktiv informieren, sonst verfällt der Urlaub nicht.

Im ersten Jahr im neuen Job hast du nur Anspruch auf den anteiligen Urlaub. Wer im Juli anfängt, bekommt 6 Zwölftel des Jahresurlaubs, also bei 30 Tagen genau 15. Erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit hast du Anspruch auf den vollen Jahresurlaub (Wartezeit nach § 4 BUrlG).

Stand: Mai 2026 · Geprüft von Dennis Stahlhut
§
Hier sind nur die gesetzlichen Mindest-Ansprüche eingerechnet. Aus BUrlG, JArbSchG und SGB IX (Stand 2026). Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder dein Vertrag können mehr Urlaub geben. Diesen Wert kannst du oben als Vertrags-Urlaub eintragen. Sonderfälle wie Bildungsurlaub, Pflegezeit oder Sabbatical sind eigene Themen. Bei Streit mit dem Arbeitgeber lieber Fachanwalt fragen.

Häufige Fragen

Was passiert mit Resturlaub am Jahresende? +
Urlaub musst du im selben Jahr nehmen, sonst verfällt er (§ 7 Abs. 3 BUrlG). Ins nächste Jahr darfst du ihn nur mitnehmen, wenn es einen guten Grund gibt. Wichtig: 2019 hat das Bundesarbeitsgericht entschieden. Urlaub verfällt NICHT, wenn dich dein Chef nicht klar daran erinnert hat. Er muss dich also rechtzeitig auffordern, deinen Urlaub zu nehmen.
Kann ich Urlaub auszahlen lassen? +
Nur am Ende deines Jobs (§ 7 Abs. 4 BUrlG), wenn du keinen Urlaub mehr nehmen kannst. Während du noch arbeitest, geht das nicht. Urlaub ist zur Erholung da, nicht zum Geld machen. Ausnahme: bei sehr schwerer Krankheit ohne Aussicht auf Genesung.
Was, wenn ich krank werde im Urlaub? +
Krankheitstage zählen NICHT als Urlaub (§ 9 BUrlG), wenn du ein Attest vom Arzt hast. Du musst deinen Chef sofort informieren und das Attest schicken. Auch aus dem Ausland. Die Tage bekommst du zurück und kannst sie später als Urlaub nehmen.
Hat ein Auszubildender denselben Urlaubsanspruch? +
Azubis ab 18 bekommen den normalen Erwachsenen-Urlaub. Mindestens 24 Werktage oder 20 Arbeitstage. Unter 18 gilt das JArbSchG mit mehr Tagen. Tarifverträge in der Ausbildung geben oft 25 bis 30 Tage. Wenn die Ausbildung mitten im Jahr endet, wird wie hier anteilig gerechnet.
Steht Schwerbehinderten wirklich genau eine Woche extra zu? +
§ 208 SGB IX gibt dir eine ganze Arbeits-Woche extra Urlaub. Bei 5-Tage-Woche sind das 5 Tage, bei 4-Tage-Woche 4 Tage, bei 6-Tage-Woche 6 Tage. Die Zahl deiner Wochen-Arbeitstage ist auch die Zahl der Extra-Tage. Der Anspruch gilt ab GdB 50 oder mehr. Bei reiner Gleichstellung (GdB 30 oder 40) gibt es diese Tage NICHT.
Lies dazu im Ratgeber
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