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Immobilien · 9 Min Lesezeit · veröffentlicht 30.4.2026

Grunderwerbsteuer 2026: alle 16 Bundesländer im Vergleich

Alle 16 Sätze laut Bundesfinanzministerium auf einen Blick. Von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, NRW, Saarland und Schleswig-Holstein. Mit Beispielrechnungen für alle Hauptstädte und der jüngsten Änderung in Bremen (01.07.2025).

Schnellantwort: Die Grunderwerbsteuer liegt 2026 je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Am günstigsten ist Bayern mit 3,5 %, am teuersten sind Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein mit je 6,5 %. Maßgeblich ist das Bundesland, in dem die Immobilie liegt. Quelle: Bundesfinanzministerium, Stand Juni 2026.

Beim Hauskauf in Deutschland zahlst du Grunderwerbsteuer. Wie hoch genau, hängt vom Bundesland ab. Seit 2006 dürfen die Länder den Satz selbst festlegen. Die Spanne reicht heute von 3,5 % (nur Bayern) bis 6,5 % (Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein). Bei einem Haus für 350.000 € sind das im Extremfall 10.500 € Unterschied.

Hier siehst du alle 16 Bundesländer im Detail: aktueller Satz laut Bundesfinanzministerium (BMF), letzte Änderung, Beispielrechnung für die Hauptstadt und Tipps zur jeweiligen regionalen Lage.

Stand Juni 2026: Alle 16 Sätze wurden am 2. Juni 2026 gegen die offizielle BMF-Quelle geprüft. Die jüngste Satzänderung war Bremen (von 5,0 % auf 5,5 %, seit 1. Juli 2025). Für 2026 sind keine weiteren Änderungen beschlossen.

Übersicht aller 16 Sätze 2026 (Quelle: Bundesfinanzministerium)

BundeslandSatzLetzte Änderung
Bayern3,5 %seit 1983 unverändert
Baden-Württemberg5,0 %2011
Niedersachsen5,0 %2014
Rheinland-Pfalz5,0 %2012
Sachsen-Anhalt5,0 %2012
Thüringen5,0 %01.01.2024 (gesenkt von 6,5 %)
Bremen5,5 %01.07.2025 (erhöht von 5,0 %)
Hamburg5,5 %2023
Sachsen5,5 %2023
Berlin6,0 %2014
Hessen6,0 %2014
Mecklenburg-Vorpommern6,0 %2019
Brandenburg6,5 %2015
Nordrhein-Westfalen6,5 %2015
Saarland6,5 %2015
Schleswig-Holstein6,5 %2014

Den passenden Rechner mit allen 16 Sätzen als Auswahl findest du im Grunderwerbsteuer-Rechner.

Was kostet die Grunderwerbsteuer in Euro?

Der Prozentsatz allein sagt wenig. Entscheidend ist, was am Ende auf der Rechnung steht. Diese Tabelle zeigt die Grunderwerbsteuer in Euro nach Kaufpreis und Satz.

Kaufpreis3,5 % (Bayern)5,0 %5,5 %6,0 %6,5 % (NRW u.a.)
250.000 €8.750 €12.500 €13.750 €15.000 €16.250 €
350.000 €12.250 €17.500 €19.250 €21.000 €22.750 €
450.000 €15.750 €22.500 €24.750 €27.000 €29.250 €
600.000 €21.000 €30.000 €33.000 €36.000 €39.000 €
800.000 €28.000 €40.000 €44.000 €48.000 €52.000 €

Bei einem Kaufpreis von 450.000 € reicht die Grunderwerbsteuer von 15.750 € in Bayern bis 29.250 € in den 6,5-Prozent-Ländern. Das sind 13.500 € Unterschied, allein wegen des Bundeslands, und mehr als so manche Eigenkapital-Reserve beim Hauskauf.

Mit deinem genauen Kaufpreis rechnest du im Grunderwerbsteuer-Rechner. Du betreibst eine Immobilien- oder Finanzseite? Du darfst den Rechner kostenlos einbetten. Diese Tabelle darfst du frei zitieren, wir freuen uns über einen Link auf diese Seite als Quelle.

Bayern: einziges Bundesland mit 3,5 %

Bayern ist das einzige Bundesland in Deutschland mit einem Satz von 3,5 %. Seit 2006 dürfen die Länder den Satz selbst festlegen. 15 Länder haben seitdem erhöht. Nur Bayern nicht.

Der Spar-Effekt ist groß. Bei einem Hauskauf für 600.000 € zahlst du in Bayern 21.000 € Grunderwerbsteuer. In NRW oder Brandenburg wären es 39.000 €. Du sparst 18.000 € allein durch die niedrigere Steuer.

Beispiel München (Schnittpreis 850.000 €): Grunderwerbsteuer 29.750 €. Plus Notar (etwa 8.500 €), Grundbuch (4.250 €) und Makler (3,57 % vom Käufer = 30.345 €) landest du bei rund 73.000 € Nebenkosten. Das sind 8,6 % auf den Kaufpreis.

Die niedrige Steuer ist eine politische Entscheidung der CSU. Sie wollen Wohneigentum in Bayern fördern. Eine Erhöhung wird seit Jahren immer wieder diskutiert, ist aber bisher nicht durchgekommen.

Baden-Württemberg: 5,0 % seit 2011

Baden-Württemberg liegt mit 5,0 % im Mittelfeld der Bundesländer. Erhöht zum 5. November 2011 von 3,5 %. Seitdem stabil.

Beispiel Stuttgart (Schnittpreis 620.000 €): Grunderwerbsteuer 31.000 €. Mit Notar (etwa 9.300 €), Grundbuch (3.100 €) und Makler-Provision (3,57 % = 22.134 €) landest du bei rund 65.500 € Nebenkosten.

Wer in Baden-Württemberg arbeitet, aber in Bayern wohnt, kann beim Hauskauf in Bayern deutlich Steuer sparen. Bei 500.000 € Kaufpreis sind das 7.500 €. Aber: das funktioniert nur, wenn auch das Grundstück in Bayern liegt.

Niedersachsen: 5,0 % seit 2014

Niedersachsen hat den Satz in zwei Schritten erhöht: 2011 von 3,5 % auf 4,5 %, dann 2014 nochmal auf 5,0 %. Seitdem stabil.

Beispiel Hannover (Schnittpreis 380.000 €): Grunderwerbsteuer 19.000 €. Mit Notar, Grundbuch und Makler kommen noch etwa 25.000 € dazu. Insgesamt rund 44.000 € Kaufnebenkosten, also 11,6 %.

Tipp: Ist die Einbauküche im Kaufpreis, separat im Vertrag ausweisen. Auf den Möbel-Anteil fällt keine Grunderwerbsteuer an. Bei einer 10.000-Euro-Küche sparst du 500 € Steuer.

Rheinland-Pfalz: 5,0 % seit 2012

Rheinland-Pfalz hat den Satz zum 1. März 2012 von 3,5 % auf 5,0 % angehoben. Damit war Rheinland-Pfalz eines der ersten Länder mit einer Erhöhung.

Beispiel Mainz (Schnittpreis 410.000 €): Grunderwerbsteuer 20.500 €. Mit Notar (etwa 6.150 €), Grundbuch (2.050 €) und Makler-Provision (3,57 % = 14.637 €) landest du bei rund 43.000 € Nebenkosten.

Wer in der Grenzregion zu Hessen sucht: Hessen hat einen 1 Prozentpunkt höheren Satz. Bei 350.000 € Kaufpreis sind das 3.500 € mehr. Wer dagegen die Immobilie in Rheinland-Pfalz kauft, spart diese Differenz.

Sachsen-Anhalt: 5,0 % seit 2012

Sachsen-Anhalt hat in zwei Schritten erhöht. Zuerst 2010 von 3,5 % auf 4,5 %, dann 2012 nochmal auf 5,0 %. Damit war Sachsen-Anhalt das erste ostdeutsche Bundesland mit einer Erhöhung.

Beispiel Magdeburg (Schnittpreis 275.000 €): Grunderwerbsteuer 13.750 €. Plus Notar, Grundbuch und Makler-Provision rund 29.000 € Nebenkosten gesamt.

Im Vergleich zum Nachbarland Sachsen (5,5 %) ist Sachsen-Anhalt günstiger. Bei einem Hauskauf für 220.000 € sparst du 1.100 €.

Thüringen: einzige Senkung in der GrESt-Geschichte

Thüringen hat als einziges Bundesland die Grunderwerbsteuer gesenkt. Zum 1. Januar 2024 wurde der Satz von 6,5 % auf 5,0 % reduziert. Vorher hatte Thüringen 13 Jahre lang einen der höchsten Sätze in Deutschland.

Die Senkung um 1,5 Prozentpunkte spart bei einem Hauskauf für 240.000 € genau 3.600 €. Die Erfurter Landesregierung wollte damit den Wohnungsmarkt entlasten und Käufer anziehen.

Beispiel Erfurt (Schnittpreis 295.000 €): Grunderwerbsteuer 14.750 €. Vor 2024 wären es 19.175 € gewesen. Die Senkung spart 4.425 € pro Hauskauf.

Wenn dein Notar-Vertrag VOR dem 1. Januar 2024 abgeschlossen wurde, gilt noch der alte Satz von 6,5 %. Maßgeblich ist immer das Datum der Beurkundung beim Notar.

Bremen: jüngste Erhöhung in Deutschland

Bremen hat die Grunderwerbsteuer zum 1. Juli 2025 von 5,0 % auf 5,5 % erhöht. Damit ist Bremen das aktuellste Beispiel für eine Steuererhöhung.

Bei einem Hauskauf für 320.000 € sind das 1.600 € mehr Steuer als vorher. Bei 500.000 € sind es 2.500 € Aufschlag. Wer noch unter dem alten Satz kaufen wollte, musste bis Ende Juni 2025 beim Notar gewesen sein.

Beispiel Bremen (Schnittpreis 380.000 €): Grunderwerbsteuer 20.900 €. Vor dem 1. Juli 2025 wären es 19.000 € gewesen.

Die Erhöhung gilt auch in Bremerhaven, weil Bremerhaven zum Bundesland Bremen gehört. Hintergrund: Bremen hat hohe Schulden. Die Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte bringt etwa 25 Millionen € pro Jahr zusätzlich in die Landeskasse.

Hamburg: 5,5 % seit 2023

Hamburg hat den Satz zum 1. Januar 2023 von 4,5 % auf 5,5 % erhöht. Das war eine der größeren Erhöhungen der letzten Jahre. Vorher hatte Hamburg neben Bayern den niedrigsten Satz in Deutschland.

Beispiel Hamburg (Schnittpreis 720.000 €): Grunderwerbsteuer 39.600 €. Mit Notar (10.800 €), Grundbuch (3.600 €) und Makler-Provision (3,57 % = 25.704 €) landest du bei rund 80.000 € Nebenkosten — etwa 11 % vom Kaufpreis.

Sachsen: größter Erhöhungsschritt der Geschichte

Sachsen hat den Satz zum 1. Januar 2023 von 3,5 % auf 5,5 % erhöht. Das ist die größte Erhöhung in einem Schritt seit der Föderalismusreform 2006. Vorher gehörte Sachsen mit Bayern zu den günstigsten Bundesländern.

Bei einem Hauskauf für 250.000 € sind das 5.000 € mehr Steuer als vor 2023.

Beispiel Dresden (Schnittpreis 320.000 €): Grunderwerbsteuer 17.600 €. Mit Notar, Grundbuch und Makler-Provision rund 35.500 € Nebenkosten gesamt.

Die sächsische Landesregierung wollte zusätzliche Einnahmen für den Haushalt. 2 Prozentpunkte Erhöhung bringen etwa 100 Millionen € pro Jahr.

Berlin: 6,0 % seit 2014

Berlin hat den Satz zum 1. Januar 2014 von 5,0 % auf 6,0 % erhöht. Damit liegt Berlin im oberen Drittel der Bundesländer.

Bei einem Hauskauf für 450.000 € sind das 27.000 € Grunderwerbsteuer. In Bayern (3,5 %) wären es nur 15.750 €.

Beispiel Berlin (Schnittpreis 580.000 €): Grunderwerbsteuer 34.800 €. Mit Notar (8.700 €), Grundbuch (2.900 €) und Makler-Provision (3,57 % = 20.706 €) rund 67.000 € Nebenkosten.

Tipp: Das Umland Berlin in Brandenburg hat einen Satz von 6,5 %. Wer im Speckgürtel sucht (Potsdam, Bernau, Strausberg), zahlt 0,5 Prozentpunkte mehr als in Berlin selbst.

Hessen: 6,0 % seit 2014

Hessen hat den Satz in zwei Schritten erhöht: zum 1. Januar 2013 von 3,5 % auf 5,0 %, dann zum 1. August 2014 nochmal auf 6,0 %.

Beispiel Frankfurt (Schnittpreis 670.000 €): Grunderwerbsteuer 40.200 €. Mit Notar (10.050 €), Grundbuch (3.350 €) und Makler-Provision (3,57 % = 23.919 €) rund 78.000 € Nebenkosten — etwa 11,6 % vom Kaufpreis.

Der Steuersatz ist überall in Hessen gleich. Aber die Hauspreise schwanken stark. In Kassel kostet die gleiche Wohnung etwa 240.000 € statt 670.000 €. Die Grunderwerbsteuer entsprechend von 14.400 € bis 40.200 €.

Mecklenburg-Vorpommern: 6,0 % seit 2019

Mecklenburg-Vorpommern hat den Satz zum 1. Juli 2019 von 5,0 % auf 6,0 % erhöht.

Beispiel Rostock (Schnittpreis 280.000 €): Grunderwerbsteuer 16.800 €. Plus Notar, Grundbuch und Makler-Provision rund 32.400 € Nebenkosten.

Wer ein Ferienhaus auf Usedom oder Rügen kauft, zahlt die gleiche Grunderwerbsteuer wie für eine Hauptwohnung. Bei einem Kaufpreis von 350.000 € sind das 21.000 €. Eine Befreiung für Ferienimmobilien gibt es nicht.

Brandenburg: einer der höchsten Sätze

Brandenburg hat den Satz zum 1. Juli 2015 von 5,0 % auf 6,5 % erhöht. Damit gehört Brandenburg zur Höchst-Steuer-Klasse mit NRW, Saarland und Schleswig-Holstein.

Beispiel Potsdam (Schnittpreis 510.000 €): Grunderwerbsteuer 33.150 €. Mit Notar (7.650 €), Grundbuch (2.550 €) und Makler-Provision (3,57 % = 18.207 €) rund 61.500 € Nebenkosten — etwa 12 % vom Kaufpreis.

NRW: 6,5 % seit 2015

Nordrhein-Westfalen hat den Satz zum 1. Januar 2015 von 5,0 % auf 6,5 % erhöht. Vorher waren es 5,0 % seit 2011.

Bei einem Hauskauf für 360.000 € fallen 23.400 € Grunderwerbsteuer an. In Bayern wären es nur 12.600 €. Der Unterschied: 10.800 €.

Beispiel Köln (Schnittpreis 480.000 €): Grunderwerbsteuer 31.200 €. Mit allen Nebenkosten rund 58.000 € — etwa 12 % vom Kaufpreis.

Der Steuersatz ist überall in NRW gleich. Aber die Hauspreise schwanken stark. Köln und Düsseldorf liegen bei 4.500 €/m². Im Ruhrgebiet (Essen, Dortmund, Bochum) sind es nur 2.000 bis 2.500 €/m². Bei einer 90-m²-Wohnung sind das 13.000 € Steuer in Köln versus 6.500 € in Bochum.

Saarland: 6,5 % seit 2015

Das Saarland hat den Satz zum 1. Januar 2015 von 5,5 % auf 6,5 % erhöht. Davor: 4,0 % (2012) und 5,5 % (2013).

Beispiel Saarbrücken (Schnittpreis 295.000 €): Grunderwerbsteuer 19.175 €. Plus Notar, Grundbuch und Makler-Provision rund 35.600 € Nebenkosten — etwa 12 % vom Kaufpreis.

Im Vergleich zum Nachbarland Rheinland-Pfalz (5,0 %) sind das 1,5 Prozentpunkte mehr. Bei 240.000 € Kaufpreis: 3.600 € Differenz. Wer in der Grenzregion sucht, kann hier Geld sparen.

Schleswig-Holstein: 6,5 % seit 2014

Schleswig-Holstein hat den Satz zum 1. Januar 2014 von 5,0 % auf 6,5 % erhöht.

Beispiel Kiel (Schnittpreis 380.000 €): Grunderwerbsteuer 24.700 €. Plus Notar (5.700 €), Grundbuch (1.900 €) und Makler-Provision (3,57 % = 13.566 €) rund 45.900 € Nebenkosten.

Wer ein Ferienhaus auf Sylt kauft, zahlt 6,5 % wie überall in Schleswig-Holstein. Bei einem Sylt-Ferienhaus für 800.000 € sind das 52.000 € allein an Grunderwerbsteuer.

Tipp: Das benachbarte Hamburg hat 5,5 %, also 1 Prozentpunkt weniger. Bei 350.000 € Kaufpreis sparst du 3.500 €. Aber Hamburger Hauspreise liegen oft 30 bis 50 % über denen im Hamburger Umland.

Wann zahlt man Grunderwerbsteuer?

Etwa 4 bis 6 Wochen nach dem Notartermin schickt das Finanzamt den Steuerbescheid. Du hast dann einen Monat Zeit zu zahlen. Erst nach Zahlung gibt es die Unbedenklichkeits-Bescheinigung. Ohne diese bekommst du keinen Eintrag ins Grundbuch und damit nicht offiziell deine Immobilie.

Laut Gesetz (§ 13 GrEStG) zahlen Käufer und Verkäufer gemeinsam. In der Praxis übernimmt der Käufer fast immer alles. So steht es in 99 Prozent der Kaufverträge.

Wann fällt KEINE Grunderwerbsteuer an?

Nach § 3 GrEStG gibt es einige Ausnahmen:

Was zählt zum Kaufpreis?

Nur der reine Immobilien-Wert zählt. Möbel, Einbauküche und Sauna können separat im Vertrag ausgewiesen werden und fallen dann aus der Steuerberechnung.

Aber Vorsicht: das Finanzamt prüft, ob die Werte realistisch sind. Eine 30.000-Euro-Küche bei einer 200.000-Euro-Wohnung wird abgelehnt. Realistische Werte ansetzen, nicht überziehen.

Fazit

Die Grunderwerbsteuer ist die größte Einzel-Nebenkosten beim Hauskauf. Bei einem 400.000-Euro-Haus zahlst du je nach Bundesland zwischen 14.000 € (Bayern) und 26.000 € (NRW) — eine Differenz von 12.000 €.

Vor jedem Hauskauf solltest du den Satz für dein Bundesland prüfen und die Gesamtnebenkosten von 10 bis 13 % im Budget einplanen. Den passenden Grunderwerbsteuer-Rechner findest du auf rechenbar.de mit allen 16 Bundesländern als Auswahl.

Wenn du gleichzeitig die Baufinanzierung planst, schau dir den Baufinanzierungs-Rechner an. Und für die laufenden Nebenkosten der Immobilie hilft der Nebenkosten-Rechner.


Quellen: Bundesministerium der Finanzen (BMF), Wikipedia (Grunderwerbsteuer Deutschland), Haufe (Bremen-Erhöhung 01.07.2025), GrEStG (§ 11). Zuletzt gegen die BMF-Quelle geprüft am 5. Juni 2026. Bei Fehlern oder Veraltetem bitte Hinweis an hallo@rechenbar.de.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026?

Sie reicht je nach Bundesland von 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein). Bei 400.000 € Kaufpreis sind das zwischen 14.000 € und 26.000 €. Maßgeblich ist das Bundesland, in dem das Grundstück liegt (Quelle: Bundesfinanzministerium).

Welches Bundesland hat die niedrigste Grunderwerbsteuer?

Bayern, mit 3,5 % seit 1983 unverändert. Es ist das einzige Bundesland, das den Mindestsatz nie erhöht hat. Bei 400.000 € Kaufpreis zahlst du dort 14.000 €, bis zu 12.000 € weniger als in einem 6,5-%-Land.

Welche Bundesländer haben 6,5 % Grunderwerbsteuer?

Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein verlangen 2026 jeweils 6,5 %, den höchsten Satz in Deutschland. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das 26.000 € Grunderwerbsteuer.

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer beim Hauskauf?

Laut § 13 GrEStG schulden Käufer und Verkäufer sie gemeinsam. In der Praxis steht in fast jedem Kaufvertrag, dass der Käufer sie allein trägt. Das Finanzamt schickt den Bescheid nach der notariellen Beurkundung.

Wann muss ich die Grunderwerbsteuer bezahlen?

Nach dem notariellen Kaufvertrag meldet der Notar den Kauf ans Finanzamt, das den Steuerbescheid schickt, fällig meist innerhalb eines Monats. Erst nach Zahlung gibt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die keine Eintragung ins Grundbuch erfolgt.

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